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Angelika Höger

 

Resonanzen auf die Ausstellung Angelika Höger | Snellius-Gewirke, 2015 von drei Expertinnen aus ihren jeweiligen Blickwinkeln. Die Schmuckgestalterin 

Ricarda Enderweit befragte sich und die Zuhörenden. "Ich frage mich, ob Angelika alles hier vorher schon genau durchdacht hat, oder ob alles, während sie aufgebaut hat, entstanden ist. Hat sie das alles spielerisch hergestellt, oder hat sie es konstruiert oder sowohl als auch? Ist es durch Zufall entstanden?"

Die Konditormeisterin Dorothea Gutzeit betrachtete die Quirlzeichnungen von Angelika Höger. "Quirlbilder - da ist auf jeden Fall extrem viel Bewegung drin! Schneebesen, Rührbesen, es gibt ja ganz unterschiedliche Geräte. Ich hab’ einfach mal das Experiment gemacht: Ich hab' einen von meinen Knethaken genommen, hab' den blind abgetastet, und man gerät einfach in diese Bewegung mit rein. Man sieht vor allem bei den Knethakenbildern das Blind-Abgetastete darin."

Schließlich gab Biologin Dr. Wiebke Homann ihre Resonanz. "Biologie und Kunst haben gemeinsame Ausgangspunkte, nämlich das Interesse an der Natur, die Freude an der Beobachtung und die Bewunderung von Schönheit und Eleganz. Das Werk von Angelika Höger lässt uns eintauchen in eine Art filigrane Ornamentik aus gewächsartigen Strukturen, die durch den Raum wuchern. Interessant finde ich vor allem das dynamische Zusammenspiel von Gegenständlichkeit und Abstraktion, die mich an pflanzliche Zellen, an Waben oder an Nervengewebe erinnern. Wenn man wissen will, was die Welt im Innersten zusammenhält, kann man sich dieses Kunstwerk von Angelika Höger ansehen und kann verstehen, wie aus relativ einfachen symmetrisch gebauten Grundbausteinen komplexe Muster entstehen, die zu großen organischen Systemen zusammen-wachsen und die einem eigentlich klar machen, dass Kunst und Biologie ganz dicht beieinander liegen."

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