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Lars Rosenbohm

 

Die Vielschichtigkeit und Überlagerung der Ebenen, die figürlichen Anklänge und abstrakten Ausführungen verführen den Betrachter zum näheren Hinsehen, zum Entdecken. Fast als könne man sich nicht mehr lösen, gefangen in den vielschichtigen, zart schimmernden, aquarellartigen Partien und gleichzeitig brutal gegossenen, überdeckenden Acryl- und Tuscheschichten, stößt man auf Spielerisches, zur Reflexion Anregendes, erschreckend Abgründiges, Humorvolles, nachdenklich Machendes, Tiefgründiges, Gruseliges und manchmal auch banal Scheinendes.

Das nicht Festlegen auf die eine gültige Erzählung und festgefahrene Sichtweise offenbart sich genauso in Rosenbohms stetigem Prozess des Zeigens und Nichtzeigens, dem Aufbruch der statischen Situation, der Überlagerung, Übermalung, brutaler Überdeckung und Streichung von Bildgründen und Motiven. Vornehmlich in schwarzer Farbigkeit und in vehementer Geste wird es zu etwas sehr Existenziellem: dem Versuch des Auslöschens und dem damit verbundenen Neuanfang, der Neuinterpretation von immer wiederkehrenden Motiven, so als gäbe es immer neue Erzählstränge, einen nie endenden Sog zur Auseinandersetzung mit dem absurden Weltkarussel.

Auszüge aus der Einführung in die Ausstellung Lars Rosenbohm | Denk nie an gestern, 2018 von Ann Kristin Kreisel, Kuratorin, Marta Herford

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