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Lukas Schoenfeld

 

In seinen Werken verweist Lukas Schoenfeld auf Ikonen der Kunst, die sofortige Assoziationen und Erinnerungen hervorrufen. Westliche Kulturgeschichte, die wir in unserem Gedächtnis tragen, wird durch seine Bilder abgerufen. Die Bilder Schoenfelds regen unser kollektives Bildgedächtnis an. Wir sehen reine Formen und Silhouetten, trotzdem sind die Verweise verblüffend eindeutig. Zwei fast monochrome schwarzblaue Gemälde lassen sofort die gelben Blumen Van Goghs vor unserem inneren Auge erscheinen. Inhalt und Kontext werden vom Künstler ironisch und humorvoll gebrochen. Kunstgeschichtsschreibung, ihre Verbindung zum Markt sowie die Warenförmigkeit von Kunst werden von ihm kritisch hinterfragt. Ausgangspunkt für seine Arbeiten sind detaillierte schriftlich verfasste Konzepte, die anschließend präzise von ihm ausgeführt werden.

Das Spiel zwischen Alltag, Werbung und der als solche definierten Hochkultur zeichnet seine Arbeiten aus.

Lukas Schoenfelds persönliche Involviertheit wird uns durch das fotografische Selbstportrait vor Augen geführt, welches Bezug nimmt auf das Gemälde Courbet "Der Verzweifelte", das wiederum ein Selbstportrait des Malers ist. Hier verdeutlicht sich die Verschachtelung der Herangehensweise des Künstlers. Seine Bilder reflektieren unseren Blick zurück auf das, was wir "schon gesehen" haben.

Auszug aus der Einführung in die Ausstellung Lukas Schoenfeld | schon gesehen?, 2014 von Sarah Pedde, Künstlerin, Wien

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