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Michaela Mück

 

Eins ist sicher: Michaela Mücks Kunst vermeidet zu viele Erklärungen.

"I’m always there"
Ein Raum voller unverständlicher Situationen. Menschen, die wir nicht kennen, tun dubiose Dinge in unbestimmten Räumen.

Die Arbeiten basieren auf alten Schwarz-Weiß-Fotos, die Michaela Mück aus verschiedenen Quellen zugelaufen sind. Sie malt die Fotos mit hohem handwerklichem Können neu. Sie entscheidet, was in das neue Bild überführt wird. Unterschiedlich radikal befreit sie die Figuren von ihren konkreten Situationen. Den Betrachter*innen sind damit die Hilfsmittel genommen, die übliche Rezeptionsdistanz einzunehmen. Sie können sie von nichts als aus sich selbst heraus erklären.

"The long and the short of it"

Michaela Mück macht Fotos auf Reisen. Sie nennt sie ihr Reisetagebuch. Zu sehen sind Unorte. Gesichtslose, zum Teil verwischte Häuserwände, verschwommene Landschaften, unmotivierte Menschengruppen, hässliche Fabrik-gebäude. Die Künstlerin retuschiert sie analog, mit Pinsel und Acrylfarbe.

Das Malerische wird so betont und steht nahezu im Vordergrund dieser Serie kleinformatiger Arbeiten.

Auszüge aus der Einführung in die Ausstellung Michaela Mück | was wir vermissen, 2017 von Vera Brüggemann, Künstlerin, Bielefeld

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