Nico Heimann

 

Zu den bevorzugten Malwerkzeugen Nico Heimanns gehören Buntstifte, Acrylfarben, Sand,Lacke und Wachs, aber auch Edding, und Kopie, Fingerfarben und Fenstermalfarben, mit weiteren Farben wird experimentiert.

Vorbilder hat Nico Heimann keine, wohl aber Malerkollegen, die er sehr inspirierend findet wie Cy Twombly oder Jean-Michel Basquiat.

Das Risiko der Beliebigkeit wird durch genau platzierte Linien und Formen sowie typografische Symbole außer Kraft gesetzt. Durch malerische und zeichnerische Schichtungen der Farbaufträge und durch zahlreiche Überlagerungen entstehen unterschiedliche Bildebenen, wird bisweilen das Gefühl von Perspektive evoziert. Durch oszillierende Bewegungen, Zeichen und Sprachsymbole ergeben sich dramatische Zeichen)strudel zwischen den einzelnen Bildflächen, bewusst akzentuiert oder unterlegt durch große starke Formen, häufig blau und 

insesondere schwarz als Gegenspieler. Formen entstehen durch die Flächigkeit des Farbauftrags. Farbtextur, Helligkeits- und Farbkontraste sind wichtig. Nichts, auch nicht das bewusste Platzieren der typografischen Irritationen, ermöglicht eine dechiffrierbare Narrativität. In den Bildern enthalten sind Begegnungen, Erinnerungen, Situationen, Gedanken, sie sind malerische und zeichnerische Auseinandersetzung mit dem, was den Maler umgibt, was ihm widerfährt, vielleicht könnte man sagen: Es sind ikonografische Fixierungen seines Denkens, seiner Haltungen, seiner Erlebnisse ohne jegliche Form linearer Narrativität.

Auszüge aus der Einführung in die Ausstellung Nico Heimann | spross.form.reziprok, 2013 von Dr. Cordula Schürmann, Theaterpädagogin und Dramaturgin

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