• Galeristin GUM

It can be difficult to thread cotton through a needle. Vol.2

Gruppenausstellung in der ARTIST UNLIMITED GALERIE


Nach langer Abstinenz endlich wieder eine realer Ausstellungsbesuch in der Galerie im Künstlerhaus an der August-Bebel-Straße!

Beim Betreten der Kellergalerie tauche ich ein in Gelb – der erste Raum ist besetzt durch die raumgreifende Installation der Kölner Künstlerin Olga Jakob. Große transparente Stoffe, mit wenigen Spuren aus schwarzem Papier markiert, sind in Schichten in den Raum gespannt. Die Besucher*innen können sich zwischen den Schichten bewegen und die Installation körperlich in Erfahrung bringen.

Sehr körperbetont ist auch die Videoarbeit, die im angrenzenden Raum als Projektion gezeigt wird. Aus der Vogelperspektive ist eine Frau zu sehen, die sich mit tänzerischen Bewegungen auf einer Fläche aus geschichtetem verschiedenfarbigem Papier bewegt, das teils nur schwach am Boden haftende Papier dabei teilweise ablöst und so die Fläche nach und nach transformiert.

Cornelius Grunt beschäftigt sich mit der Darstellung des menschlichen Körpers in der Modebranche. In seinen Collagen und Assemblagen entwickelt er bizarre Bildwelten und scheint die Schönheitsideale und den Markenfetischismus zu hinterfragen.

Die Modedesignerin Julia Schürmann zeigt neben einer Installation aus eine größere Menge Stoffreste textile Objekte, bei denen die Assoziation an Kleidung auf der Hand liegt. Inwieweit sie tatsächlich tragbar sind, bleibt offen. Die Künstlerin bewegt sich auf der Grenze zwischen künstlerischer Freiheit und Effizienz.

Die Ausstellung ist mit ihrer Sinnlichkeit gerade nach der zurückliegenden Zeit mit ihrem Overdrive von digitalem Input ein Gewinn und ein Besuch ist sehr zu empfehlen.

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